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LVR-Kulturzentrum
Abtei Brauweiler

Aktuelle Informationen und Mitteilungen

Gedenkbuch Brauweiler 1933 bis 1945 ist online

LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum erinnert an Inhaftierte des NS-Regimes in Brauweiler

Brauweiler, 26.5.2017.„Ohne das Engagement der beiden, dem LVR seit vielen Jahren verbundenen Historiker Josef Wißkirchen und Hermann Daners wären wir noch lange nicht so weit mit der Recherche“, sagte Dr. Arie Nabrings, Leiter des LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrums anlässlich der Vorstellung des Online-Gedenkbuchs Brauweiler 1933 bis 1945. Im Rahmen eines mit Mitteln der Regionalen Kulturförderung des LVR unterstützten zweijährigen Projektes beim LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum (AFZ) konnte das Gedenkbuch realisiert werden.

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Verstärkung im Team der Abtei Brauweiler

Stephanie Kelle und Gabriel Gach nahmen ihren Dienst auf

Das LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler hat für die nächsten Jahre verschiedene Maßnahmen zur Entwicklung der Abtei Brauweiler und Vermittlung des kulturellen Erbes in die Wege geleitet. Dazu zählen die Verstärkung des Angebotes an Kulturveranstaltungen sowie der Ausbau von Tourismus und Marketing. Für die Realisierung hat das Team der Abtei Brauweiler nun personelle Unterstützung erhalten: Am 2. Mai 2017 nahmen der Dipl.-Geograph Gabriel Gach und die Germanistin Stephanie Kelle M.A. ihren Dienst in Brauweiler auf.

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Eröffnung der Wanderausstellung "... und nenne Euch Preußen!" am 4.5.2017

Präsentation im Winterrefektorium der Abtei Brauweiler

Bis zum 18. Juni 2017 ist im Winterrefektorium der Abtei Brauweiler die dokumentarische Wanderausstellung „…und nenne Euch Preußen!"- Die Region Rhein-Erft-Rur unter preußischer Verwaltung zu sehen. Bei der Eröffnung am 4. Mai im historischen Säulensaal der Abtei Brauweiler („Winterrefektorium“) konnten interessierte Besucherinnen und Besucher einen ersten Blick auf die Ausstellung werfen.

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Erneuerung der Medienkanäle

Beginn der Arbeiten im Abteipark

Aufgrund der erforderlichen Sanierung der Medienkanäle zur Versorgung der Abtei Brauweiler mit energiesparender Heiztechnik, verbesserter Wasserqualität und moderner Kommunikationstechnik kommt es in den nächsten Monaten zu Bauarbeiten im Abteipark. Die Maßnahmen erstrecken sich abschnittsweise auf verschiedene Bereiche des Parks sowie den Wirtschafts- und Prälaturhof. Aus diesem Grund ist der Zugang zum Park an der Ecke Ehrenfriedstraße/Mathildenstraße ab sofort bis auf Weiteres für Besucherinnen und Besucher gesperrt. Von hier aus erfolgt die Zufahrt der Baufahrzeuge. Wir bitten um Verständnis für die temporären Einschränkungen beim Besuch des Abteiparks.

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Öffentliche Führungen 2017

Neues Programmheft erschienen

Vor den Festttagen ist das neue Programm der öffentlichen Führungen 2017 erschienen. In Zusammenarbeit mit dem Verein für Geschichte e.V. Pulheim und der Katholischen Kirchengemeinde St. Nikolaus Brauweiler hat der LVR das Angebot zusammengestellt. Zahlreiche Führungen durch die ehemalige Abtei und Abteikirche, auch solche mit thematischen Schwerpunkten, laden zum Besuch ein.

Dabei gibt es zum Beispiel Einblicke in den Alltag der ehemals hier ansässigen Benediktinermönche, neue Betrachtungen zu den Fenstern Franz Paulis in der Abteikirche oder aber zur Bauplastik des 12. und 13. Jahrunderts. Darüber hinaus werden regelmäßig öffentliche Führungen durch die Gedenkstätte, die Restaurierungswerkstätten und das Archiv des LVR in Brauweiler angeboten. Auch der beliebte "Blick hinter die Kulissen" steht wieder auf dem Programm.

Die Broschüre ist im Inforaum des LVR-Kulturzentrums Abtei Brauweiler sowie an zahlreichen Stellen im Pulheimer Stadtgebiet und darüber hinaus kostenfrei erhältlich.

Außerdem steht das Programm "Öffentliche Führungen 2017" zum Download zur Verfügung.

Zur Übersicht über die Führungen auf der Homepage gelangen Sie hier.

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Neuerungen im Abteipark Brauweiler

Inklusions-Bänke und E-Bike-Station werten Grünanlage auf

Denjenigen, die regelmäßig hier spazieren gehen, dürfte es schon aufgefallen sein: Es tut sich was im Park der ehemaligen Abtei Brauweiler. Nach und nach wurden in den vergangenen Monaten die Schäden behoben, die im Laufe der Zeit entstanden waren: Die in die Jahre gekommenen Laternen wurden durch den LVR gegen neue energiesparende Lampen ausgetauscht und die defekte Beleuchtung der Kirchenfassade erneuert.

Nun sind weitere Bausteine hinzu gekommen: Die beschädigten Sitzgelegenheiten im Park wurden durch neue Bänke ersetzt. Möglich wurde dies durch die großzügigen Spenden der Provinzial Rheinland Versicherung AG, der Interessengemeinschaft Brauweiler Vereine e.V., der Raiffeisenbank Frechen-Hürth eG, der Rheinland Kultur GmbH (RKG) und der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Pulheim. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern von Brauweiler ist es ihr Anliegen, dass die grüne Oase inmitten des Ortes erhalten bleibt und mehr denn je zum Verweilen einlädt.

Doch nicht nur die vorhandenen Sitzgelegenheiten wurden ersetzt, sondern zwei besondere Bänke kamen hinzu: Es handelt sich um so genannte Inklusionsbänke. Menschen im Rollstuhl sitzen hier künftig „mittendrin“. Die Idee und das Geld für die Anschaffung kamen von den Fraktionen der SPD und CDU im LVR gemeinsam. Entworfen und gebaut wurden die Bänke in den Werkstätten der LVR-Klinik in Langenfeld.

Auf halbem Weg zwischen Parkplatz und Kirche wurde zudem eine E-Bike-Station angebracht. Sie ermöglicht es der immer größer werdenden Fan-Gemeinde der E-Bikes, die Akkus ihrer Fahrräder während des Abtei-Besuchs kostenlos zu laden. Die Brauweiler Lade-Station dient als Pilotprojekt. Bewährt sie sich, werden weitere Stationen in anderen Kultureinrichtungen des LVR folgen.

Ein weiterer Schritt zur Steigerung der Aufenthaltsqualität im Park wird der flächendeckende Ausbau der Parkbeleuchtung mit LED-Technologie und die Neubepflanzung der Nord-Süd-Allee sein, deren Kastanien aufgrund massiven Schädlingsbefalls schon im vergangenen Jahr gefällt werden mussten. Hier gilt es jedoch zunächst größere Tiefbauarbeiten zur Sanierung der Leitungen für Heizung, Wasser, Strom und IT-Verkabelung im Park in den nächsten beiden Jahren abzuwarten.

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Umbenennung der Kellerklause

Kulturausschuss des LVR möchte das Wirken von Dr. Alfons Biermann würdigen

Die Kellerklause im Prälaturgebäude der Abtei Brauweiler soll ab sofort nach Dr. Alfons Biermann benannt werden. Das hat der Kulturausschuss in seiner Sitzung am 31. August 2016 einstimmig beschlossen. Er möchte damit das jahrzehntelange Wirken des langjährigen Direktors des damaligen Rheinischen Museumsamtes, Dr. Alfons Biermann, würdigen. Biermann war in dieser Funktion von 1973 bis 1994 tätig.

Zur Begründung der Umbenennung heißt es, dass Biermann die Entwicklung der Abtei Brauweiler als bedeutendes Denkmal und dessen kulturelle Nutzung voran getrieben habe. Er habe maßgeblich dazu beigetragen, die Abtei als Dienstleistungszentrum des LVR zu entwickeln. „Nicht zuletzt ihm ist die Gründung des Freundeskreises Abtei Brauweiler e.V. zu verdanken, dessen langjähriger Vorsitzender er war. Gemeinsam mit seinem Nachfolger im Vorsitz (Dr. K.H. Gierden) konnte Dr. A. Biermann ein künstlerisches Programm entwickeln, welches die Akzeptanz der Abtei Brauweiler in der Öffentlichkeit fest verankerte, so auch durch vielfältige kulturelle Veranstaltungen, wie zum Beispiel der Classic nights“.

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240 Jahre Feldtor der Abtei Brauweiler?

Rückblick auf eine Führung am "Tag des offenen Denkmals" 2015

Am diesjährigen "Tag des offenen Denkmals" nahmen interessierte Besucherinnen und Besucher an einer kostenlosen Führung zum Feldtor der ehemaligen Abtei Brauweiler teil. Dr. Claudia Euskirchen, Leiterin der Abteilung Bau- und Kunstdenkmalpflege beim LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, wusste die Führung informativ und kurzweilig zu gestalten. Die Kunsthistorikerin hat über Nikolaus Lauxen, den Baumeister der barocken Prälaturgebäude, promoviert. Ihm wird auch der Bau des Feldtores zugeschrieben.

Schon auf der ältesten topografischen Karte von 1807 (Tranchot-Karte) ist am Standort des Feldtors ein kleines Gebäude verzeichnet. Abgesehen von der Klosterpforte war es die einzige Öffnung in der Immunitätsmauer. Am Torhaus, das als Schauplatz für diverse historische Romane (beispielsweise "Der Kodex des Bösen" von Frank Kurella) dient, wurden im Laufe der Zeit viele bauliche Veränderungen vorgenommen. Nur der Kernbau mit der Durchfahrt und die angrenzenden Mauerscheiben mit den antikisierenden Pilastersteinen (Außenseite) entstammen der Epoche des Barock.

Der barocke Torbau zeigt im Schlussstein der Innenseite ein Muschelmotiv, der Schlussstein des feldseitigen Bogens trägt das Wappen des vorletzten Abtes, Amandus Herriger. Dieses zeigt das Motiv des Pelikans, der seine toten Jungen mit seinem eigenen Blut wieder zum Leben erweckt – als bekanntes Christus-Symbol ein sinnfälliges Motiv im Wappen des Abtes. Es lässt den eindeutigen Schluss zu, dass das Tor in der Amtszeit Herrigers (1756–1778) gebaut wurde. Sein Architekt ist nicht bekannt. Da Herriger allerdings bereits in den 1770er Jahren auf den Brauweiler Moselgütern den Baumeister Nikolaus Lauxen beschäftigte, liegt die Vermutung nahe, dass er diesen auch mit dem Entwurf für das Feldtor beauftragte. Eine genaue Datierung ist nicht möglich, weil aus den chaotischen Revolutionszeiten keine Akten über Baumaßnahmen existieren. Der Vergleich mit anderen Werken Lauxens legt jedoch eine Datierung um 1775 nahe.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Führung am Tag des offenen Denkmals konnten auch einen Blick in den Innenraum des historischen Torhauses werfen. Dort befindet sich eine kleine Wohnung, in der zu Klosterzeiten ein Pförtner und zu Zeiten der Arbeitsanstalt der "Ackerknecht" untergebracht waren. Heute dienen die Räume der Unterbringung junger Erwachsener, die zum Beispiel ein Freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege, Volontariate oder Praktika beim LVR in Brauweiler absolvieren.

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