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LVR-Kulturzentrum
Abtei Brauweiler

Vorträge zu Denkmalpflege und Archivwesen

Donnerstag, 23. November 2017, 18 Uhr, Äbtesaal

Metamorphosen eines Wahrzeichens. Das Westwerk der Klosterkirche Steinfeld in der Eifel

Vortrag in der Reihe "Denkmalpflege im Blick"

Referentin

Dr. Monika Herzog, Wissenschaftliche Referentin, Abteilung Bau- und Kunstdenkmalpflege

Das Westwerk der mittelalterlichen Klosterkirche Steinfeld zeigte schon vor Jahren witterungsbedingte Schäden im Inneren. Als erste Steine von der Fassade herabfielen, war die Sicherung und Instandsetzung dringend geboten. Ausgehend vom Schadensbild kristallisierten sich verschiedene Vorgehensweisen im Umgang mit dem Äußeren heraus, die zunächst bei der Bevölkerung Widerstand hervorriefen, da das tradierte Erscheinungsbild der steinsichtigen Türme zugunsten einer Putzfassade verloren ging. Im Dialog konnte auch auf der Grundlage bisher nicht ausgewerteter Quellen eine aus der Historie belegbare Lösung für das Bauwerk gefunden werden.

Veranstalter

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei

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Mittwoch, 6. Dezember 2017, 18 Uhr, Äbtesaal

Nach Köln geschaut: MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln

Vortrag in der Reihe "Mittwochs im Archiv"

Referentinnen

Dr. Christiane Twiehaus und Dr. Dorothea Parak, LVR

Die Kölner Innenstadt wird ab 2020 um eine kulturelle Attraktion reicher: 2000 Jahre begehbare Geschichte und Archäologie auf und unter dem Rathausplatz stellt das neue MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln aus. Eine Dauerausstellung im Untergrund des Rathausplatzes zeigt einige der bedeutendsten archäologischen Denkmäler der Kölner Stadtgeschichte und des Rheinlands. Über diesen archäologischen Denkmälern wird ein neues Museumsgebäude mit einem Dauer- und Wechselausstellungsbereich entstehen, wo auch die jüdische Geschichte der Neuzeit und Gegenwart präsentiert wird. Die beiden Kuratorinnen Dr. Christiane Twiehaus und Dr. Dorothea Parak geben Einblicke in Konzeption und Gestaltung dieses einzigartigen Museumsprojekts.

Veranstalter

LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei

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Donnerstag, 25. Januar 2018, 18 Uhr, Äbtesaal

Haus Mayer-Kuckuk in Bad Honnef. Sanierung einer experimentellen Holzkonstruktion von 1967

Referierende

Dr. Gundula Lang, Abteilung Bau- und Kunstdenkmalpflege und Dipl.-Ing. Christian Welter, projektplus GmbH Siegen

Das Wohnhaus für den Atomphysiker Theo Mayer-Kuckuk wurde 1967 als Prototyp für einen modularen Systembau errichtet. Mit der Verwendung von industriell vorgefertigten Elementen und neuen technisch-konstruktiven Lösungen entspricht es den architektur-utopistischen Tendenzen der 1960er- und 1970er-Jahre. Starke Feuchtigkeitsschäden an der Konstruktion stellten Architekt, Eigentümerschaft und Denkmalpflege jüngst vor die große Herausforderung, eine denkmalgerechte Lösung für den Umgang mit dem industriellen Material und der denkmalwertbestimmenden Konstruktion des experimentellen Bauwerks zu finden.
Für die Instandsetzung wurden die Eigentümer 2016 mit dem Rheinisch-Westfälischen Staatspreis für Denkmalpflege ausgezeichnet.

Veranstalter

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei

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Donnerstag, 22. März 2018, 18 Uhr

Graffiti im Kloster Wenau. Mittelalterliche Handwerker zeichnen in den Putz

Vortrag in der Reihe "Denkmalpflege im Blick"

Referentin

Dr. Ulrike Heckner, Leiterin der Abteilung Dokumentation

Verborgen unter dem Kirchendach von St. Katharina in Langerwehe-Wenau (Kreis Düren) sind geometrische Figuren und Darstellungen auf eine alte Wand des ehemaligen Nonnenklosters gezeichnet. Es handelt sich um etwa 500 Jahre alte Graffiti, die Handwerker beim Neubau des Dachstuhls in den Putz geritzt haben: mit dem Zirkel konstruierte Rosetten, Pentagramme und eine Vielzahl von Hämmern, die als Zimmermanns-, Maurer- oder Schieferhämmer einzelnen Gewerken zugeordnet werden können. Nur selten sind historische Graffiti von Handwerkern erhalten, daher stellen die Wenauer Putzritzungen ein einzigartiges Dokument aus der alltäglichen Lebens- und Arbeitswelt im späten Mittelalter dar.

Veranstalter

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei

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Donnerstag, 24. Mai 2018, 18 Uhr

Berliner Bären im Rheinland. Mahnmale der deutschen Teilung und Wiedervereinigung

Referentin

Nadja Fröhlich M.A.

Wissenschaftliche Referentin, Abteilung Inventarisation

Zwischen 1954 und 1989 sind sowohl im Bundesgebiet als auch weltweit „Berliner Bären“ aufgestellt worden. Die Erinnerungsmale in Form von Kilometersteinen, Skulpturen, Reliefs und Plastiken sollten die Erinnerung an die Mitmenschen in der DDR und an das geteilte Berlin lebendig halten und die wirtschaftlichen Beziehungen fördern. Die politische und sozialgeschichtliche Konnotation der Bären hat sich nach der Wiedervereinigung gewandelt und gerät heute, bald 27 Jahre nach der Deutschen Wiedervereinigung, nach und nach in Vergessenheit. Der Vortrag stellt die geschichtlichen und politischen Hintergründe der Berliner Bären dar und zeigt die Vielfalt der Berliner Bären im Rheinland.

Veranstalter

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei

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Donnerstag, 26. Juli 2018, 18 Uhr

Der Brühler Schlosspark in preußischer Zeit

Referent

Dr. Ulrich Stevens, Hauptkonservator a.D., Kunsthistoriker

Die Wertschätzung des Brühler Schlossparks als eines bedeutenden Gartenkunstwerks blieb auch nach dem Ende des Alten Reichs erhalten. In der französischen Zeit und in den ersten Jahrzehnten der 1815 beginnenden preußischen Zeit waren die Mittel zur Unterhaltung allerdings häufig sehr knapp. Das änderte sich erst mit dem Regierungsantritt Friedrich Wilhelms IV., der seinen Gartendirektor Peter Joseph Lenné mit der Wiederherstellung des Parks beauftragte. Im Laufe der folgenden Jahrzehnte veränderte sich das Bild nach und nach, da die Pflanzen nicht nur größer und üppiger wurden, sondern auch neue Pflanzen eingebracht wurden, die die alten, von Lenné bewahrten Gartenräume immer unkenntlicher werden ließen. Die dennoch erhaltene Grundsubstanz des 18. Jahrhunderts sowie der originale Gartenplan von 1728 bildeten die Grundlagen für die Wiederherstellung des barocken Parterres in den 1930er Jahren durch die preußische Schlösserverwaltung.

Veranstalter

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei

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Rückblick

Informationen über frühere Vorträge aus den Bereichen Denkmalpflege und Archivwesen